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Ukulele kaufen – So findest du die Richtige!

 

Ukulelen liegen im Trend.
 
Dieses kleine Instrument symbolisiert das Gefühl von Urlaub und Leichtigkeit wie kein anderes. Ihr Kland weckt Erinnerungen an sonnige Strände unter Palmen oder entspannte Sommernächte am knisternden Lagerfeuer.
 
Spätestens seit die Version „Somewhere over the Rainbow“ des hawaiianischen Sängers Israel Kamakawiwo’le durch die Charts ging, ist die Ukulele weltberühmt.
 
Weniger bekannt ist die Vielfalt dieses kleinen Instruments. Die eine Ukulele gibt es nicht. Neben mehreren Größen gibt es verschiedene Bauformen, vielfältige Materialien und unterschiedliche Stimmungen.
 
Für Anfänger, welche ihre erste Ukulele kaufen möchten, kann diese ungeahnte Vielfalt verwirrend sein und einige Fallstricke bereithalten.
 
Damit du im Ukulelen-Dschungel den Durchblick behältst, zeigen wir dir, worauf du beim Kauf einer Ukulele achten solltest und wie du die richtige Ukulele findest.

 


 

Die Top 3 Ukulelen für Anfänger

 


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Ein kurzer Blick auf die Geschichte der Ukulele

 

Ein Blick auf die Geschichte der Ukulele zeigt deutlich, wie sich dieses kleine aber feine Instrument im Laufe der mittlerweile sogar Jahrhunderte seinen Platz in der heutigen Musikwelt geschaffen hat.
 
Der Ursprung des Wortes Ukulele findet sich in dem hawaiianischen Begriff „ukulele“, der so viel bedeutet, wie „Hüpfender Floh“. Diese Name soll an die im raschen Spiel über den Steg hüpfenden Finger erinnern.
 
Die Ursprünge der Ukulele liegen vermutlich in den traditionellen Formen viersaitiger Instrumente des südwest-europäischen Raums. Vergleicht man volkstümliche Saiteninstrumente der iberischen Halbinsel, fällt recht schnell die große äußerliche Ähnlichkeit dieser Zupfinstrumente mit der heutigen Ukulele auf.
 
Besonders die Braguinha, eine kleines Saiteninstrument von der portugiesischen Insel Madeira, wird in vielen Quellen als direkter Vorgänger der Ukulele aufgeführt. Sie soll im Jahr 1879 von dem portugiesischen Einwanderer João Fernandez von Madeira nach Hawaii mitgebracht und dort etabliert worden sein.
 
Ob tatsächlich eine einzelne Person für den Siegeszug der Ukulele verantwortlich ist, darf sicherlich hinterfragt werden. Wahrscheinlich ist aber tatsächlich die Verbreitung der Vorgängerinstrumente durch Einwanderer aus dem südwest-europäischen in den pazifischen Raum.
 
Überliefert ist die Verbreitung der von den Hawaiianern erstmals als Ukulelen bezeichneten Instrumente vor allem für die Zeit des zweiten Weltkriegs, als ursprünglich auf Hawaii stationierte US-Soldaten die Ukulele mit sich änderndem Frontverlauf in den gesamten Pazifikraum mitnahmen.
 
In der Nachkriegszeit verbreitete sich die Ukulele zunächst von dem nun als US-Bundesstaat anerkannten Hawaii in die USA und von dort in den Rest der Welt.
 
Eine erste Blütezeit erfuhr die Ukulele in der britischen Skiffle-Bewegung, die meist auf improvisierten Instrumenten experimentelle Musik erzeugte. Heute hat sich die Ukulele dagegen in vielen Bereichen der humoristischen, wie ernsten Musik etabliert.
 
Kinoliebhaber mögen die Ukulele untrennbar mit Marilyn Monroe verbunden sehen. Aber auch andere berühmte Kinofilme haben zu ihrer weltweiten Bekanntheit beigetragen.
 
In Deutschland ist sie seit den neunziger Jahren vor allem durch den TV-Entertainer Stefan Raab bekannt, der mit ihrer Begleitung humoristische Hommagen an Personen des öffentlichen Lebens sang.
 
Der Entertainer Götz Alsmann dagegen greift für verschiedenste Darbietungen rund um seine kabarettistischen Auftritte gerne auf die Ukulele zurück. Der hawaiianische Künstler Jake Shimabukuro nutzt sie in der Selbstverständlichkeit eines traditionellen, wie zugleich modernen Instruments für seine Musik rund um die Genres Jazz, Rock und Pop.

 

Die Ukulele – ein Instrument mit vielen Facetten

 

Auf den ersten Blick erinnern die meisten Ukulelen mehr oder weniger an verkleinerte Gitarren. Von der Formgebung des Korpus über den Hals und die Viersaitigkeit erinnern sie in vielen Dingen stark an diesen großen, weit bekannteren Verwandten.
 
Jedoch hat die musikalische, optische und technische Vielfalt der Ukulele heute eine ganz eigene Systematik entwickelt. Diese greift bekannte Einteilungen von Instrumentenfamilien auf, weist aber auch ganz eigene Bemessungskriterien aus.

 

Die Ukulelen-Größen

 

Gängige Ukulelen sind in sechs Größen erhältlich. Diese Größen spiegeln einerseits die physikalische Dimension des Instruments wider, neben aber auch Einfluss auf die Stimmung und Tonlage des Instruments. Erhältlich ist die Ukulele üblicherweise als Sopranino-, Sopran-, Konzert-, Tenor-, Bariton- und Bass-Ukulele. Damit folgt sie der im klassischen Instrumentenbau vorherrschenden Einteilung.

 

Ukulele Groessen

Größe Mensur Gesamtlänge
Sopranino ca. 28 cm ca. 52 cm cm
Sopran 35 cm 55 cm
Konzert 38 cm ca. 60 cm
Tenor 43 cm 66 cm
Bariton ca. 50 cm 77 cm
Bass ca. 52 cm ca. 75 cm


Am weitesten verbreitet ist die Sopran-Ukulele. Mit einer Gesamtlänge um 55 Zentimeter und einer so genannten Mensur um 35 Zentimeter ist sie das kleinste Instrument der Ukulelen-Familie. Ihre Tonlage ist damit zugleich die höchste von allen Ukulelen. Ihre Stimmung bewegt sich primär in der eingestrichenen Oktave.
 
Mit der Sopranino-Ukulele gibt es zwar noch eine kleinere und somit auch höher gestimmte Variante der Ukulele. Entgegen vielen anderen Instrumenten, wie etwa der Querflöte, ist diese Sopranino-Variante allerdings kaum verbreitet .
 
Mit einer Länge um 63 Zentimeter und einer Mensur um 38 Zentimeter stellt die Konzert-Ukulele den nächst größeren Vertreter der Familie dar. Ihre Grundstimmung bewegt sich ebenfalls überwiegend im Bereich der eingestrichenen Oktave, greift mit der tiefsten Saite dagegen bereits in die kleine Oktave ein.
 
Die Tenor-Ukulele bietet mit einer Länge um 66 Zentimeter und einer Mensur um 43 Zentimeter bereits mehr Spielraum für die Entwicklung voluminöserer und tieferer Töne. Während eine Grundstimmung noch rein im Bereich der eingestrichenen Oktave möglich ist, kommt dagegen verbreitet die ausgeglichene Stimmung über die einfache und die eingestrichene Oktave zur Anwendung.
 
Zuletzt stellt die Bariton-Ukulele den größten Vertreter der Ukulelen-Familie dar. Ihre Länge liegt bei etwa 77 Zentimeter und ihre Mensur bei 50 Zentimeter. Ihren Anspruch auf den Thron der größten und tiefsten Ukulele untermauert sie mit einer Stimmung überwiegend in der einfachen Oktave.

 
Analog zur bekannten Bassgitarre finden Versuche statt, auch die Ukulelen-Familie um eine Bass-Variante zu erweitern. Diese verfügt meist über eine Grundstimmung in der Großen und der Kontra-Oktave und erweitert den tonalen Umfang der Ukulelen damit enorm nach unten in Richtung der tiefen Töne. Da sie sich bis heute aber noch nicht völlig etabliert hat, gibt es auch noch keine allgemein anerkannten Maße für Gesamtlänge und Mensur.

 

Besondere Ukulelen

 

Sowohl tonal als auch optisch gibt es darüber hinaus zahlreiche weitere Ukulelen, die jedoch meist sehr individuell und nur mit geringen Stückzahlen Verwendung finden.
 
Optisch wartet die Ukulele vor allem auf Grund ihrer relativ jungen Geschichte und der ursprünglichen Verbreitungsform mit teils ungewöhnlichen, teils waghalsigen Experimenten auf.


Ukulele Arten


 

Während sich mit der so genannten Ananas-Form eine ovale Formgebung des Klangkörpers heute als Alternative zur bekannten Achter-Form der Gitarren eine recht stabile Nische erarbeitet hat, gehen andere Ausformungen teils stark an oder sogar über die Grenze der tonal noch sinnvollen Formgebung.
 
Besonders improvisierte Instrumente aus den Zeiten der Verbreitung durch die US-Armee griffen für die Herstellung des Klangkörpers zum Beispiel auf alte Zigarrenkisten zurück. Diese nostalgischen Ausprägungen werden heute gerne aufgegriffen, bewegen sich aber musikalisch betrachtet oft am Rande der Spielbarkeit.

 

Die unterschiedlichen Stimmungen der Ukulele

 

Bekannt und etabliert sind heute zwei Stimmungen der Ukulele.
 
Die Wahl der Tonlage nimmt dabei keinen Einfluss auf die Wahl der verwendeten Stimmung. Auch regional oder national lässt sich keine Bevorzugung einer bestimmten Stimmung erkennen. Viel mehr unterliegt die Präferenz zu Gunsten der einen oder anderen Stimmung wohl am ehesten modischen und somit saisonalen Vorlieben.
 
Die so genannte C-Stimmung, oder auch hawaiianische Stimmung, sieht eine Stimmung der vier Saiten auf g-c-e-a vor. Je nach Ukulele können dies selbstverständlich auch g´-c´-e´-a´ oder gegebenenfalls tiefer liegende Oktaven sein.
 
Die D-Stimmung dagegen verwendet die Grundtöne a-d-fis-h.
 
Traditionell wird bei der Ukulele die oberste Saite eine Oktave höher gestimmt. Dieser Bruch der klassischen Gitarrenstimmung erzeugt den meist als exotisch angesehenen, besonderen Klang der Ukulelen.
 
Aktuell ist die C-Stimmung in Europa weit verbreitet.
 
Das liegt vor allem an der nahezu universellen Verwendbarkeit eines auf C gestimmten Instruments in Verbindung mit vielen anderen Instrumenten. Besonders für die Interpretation zeitgenössischer Populärmusik hat sich heute die C-Stimmung durchgesetzt, so dass hier die Wiedergabe mit einer auf C gestimmten Ukulele ohne aufwändige Transponationen möglich ist.
 
Der Vorteil der D-stimmung ist dagegen vor allem im Bereich klassischer Musik zu finden. Musikstücke aus Zeiten vor der Durchsetzung der C-Stimmung, also selbst Musik des noch recht nahe liegenden 19. Jahrhunderts, greift häufig auf alternative Stimmungen zurück, die meist mit einer D-gestimmten Ukulele mit geringerem Aufwand umgesetzt werden können.

 

Die ideale Ukulele für Anfänger

Wer eine Ukulele kaufen möchte, wird mit einer Vielzahl an Fragen konfrontiert. Meist lassen sich diese Fragen weder universell noch allgemein gültig beantworten.
 
Allerdings lassen sich in den meisten Fällen klare Tendenzen aufzeigen, die dem Einsteiger den Start in die Welt der Ukulelen deutlich vereinfachen.


Welche Ukulele

Die Wahl der richtigen Größe

 

Die Entscheidung für eine bestimmte Tonlage liegt zunächst im Ermessen des Spielers. Denn wer eine Präferenz auf hohe Tonlagen mitbringt, wird sicherlich mit einer Bariton-Ukulele wenig Glück empfinden.
 
Wer hier nicht vorgeprägt ist, findet mit einer Sopran-Ukulele meist ein vielseitiges und somit für Einsteiger ideal geeignetes Modell. Denn durch die hohe Verbreitung der Sopran-Stimmlage gibt es für diese Instrumente eine Vielzahl an Arrangements und Unterrichtslektüre für jeden Wissensstand und jede musikalische Vorliebe.
 
Weiterhin ist die Größe einer Sopran-Ukulele einerseits in der Handhabung gut zu bewältigen, andererseits aber nicht so klein, dass den einzelnen Griffen eine zu hohe Perfektion abverlangt wird.

 

Der Preis – wie gut sind Ukulelen für 20 Euro?

 

Wie immer ist die Preisskala auch bei Ukulelen nach oben offen.
 
Sicherlich muss es aber für den Einstieg nicht das Luxusmodell sein. Günstige Modelle beginnen bereits bei um die 20 Euro.
 
Allerdings sollte nicht zwingend das günstigste Modell zum Zug kommen. Denn auch ein günstiges Einsteigermodell sollte hinsichtlich der verwendeten Materialien und der Fertigungsqualität so gestaltet sein, dass die erzeugte Tonalität auch fortgeschrittenen Spielern noch genügt. Andernfalls schlägt nach kurzer Zeit ein weiteres Modell für die zwangsläufig wachsenden Ansprüche zu Buche.
 
Preislich moderate, aber qualitativ durchaus geeignete Ukulelen finden sich bereits in einer Preisspanne zwischen 50 und 100 Euro.

 

Das Material – Holz oder Kunststoff?

 

Die für die Herstellung von Ukulelen verwendeten Materialien variieren je nach Preis, Modell und Ausführungsart sehr stark.
 
Verbreitet sind Kunststoff, Schichthölzer und Vollholz.
 
Während Kunststoff erwartungsgemäß mit einer hohen Unempfindlichkeit und Langlebigkeit punktet, leidet das Klangbild unter dem meist nicht auf optimale Schwingfähigkeiten ausgelegten Klangkörper.
 
Die meisten Modelle greifen daher auf das günstige und verzugsarme Schichtholz zurück, das einen guten Kompromiss aus Preis, Robustheit und Klangbild darstellt.
 
Das Premiumprodukt ist die Ukulele aus Massivholz. Dieses bildet die optimale Grundlage für eine gute Resonanz im Klangkörper. Allerdings sind die Ansprüche an Material- und Verarbeitungsqualität auch am höchsten.
 
Etabliert hat sich mittlerweile eine Kombination von Schichtholz mit einem Klangdeckel aus Massivholz. So wird gekleckert, wo möglich, und geklotzt, wo nötig.

 

Die Wahl der Saiten

 
Eine besondere Bedeutung für die Tonbildung kommt den verwendeten Saiten zu. Auch hier stehen verschiedene Ausführungen zur Auswahl.
 
Weit verbreitet sind Saiten aus verschiedenen Kunststoffen. Besonders hochwertige Produkte setzten auf einen Kunststoffkern, der mit einer Metallbeschichtung versehen ist. Tiefe Saiten dagegen sind auch in einer Vollmetall-Variante erhältlich.
 
Unüblich ist dagegen Naturdarm, da zu Zeiten der Verbreitung der Ukulele bereits synthetische Materialien für den Saitenbau etabliert waren.
 
Wichtig bei der Wahl der richtigen Saite für den Einstieg in das Ukulelen-Spiel ist weniger die Ausführungsart.
 
Statt dessen sollte der Qualität der Saite an sich eine gewisse Aufmerksamkeit geschenkt werden. Denn eine hochwertige Kunststoff-Saite kann ein deutlich besseres Klangbild erzeugen, als eine aus Marketing-Gründen nachlässig metallbeschichtete Saite.
 
Daher gilt bei den Saiten ganz klar Qualität vor Preis, wobei der gewählte Qualitätsstandards sicherlich an die eigenen Fähigkeiten angepasst werden kann.

 

Probieren geht über Studieren

 

Wer ein Auto kauft, macht vorab meist eine Probefahrt. Genau so sollte es sich auch beim Kauf einer Ukulele verhalten.

Denn einerseits gilt es, die objektiven Eigenschaften von Materialität und Spielbarkeit zu prüfen.
 
Darüber hinaus geht es bei einem Musikinstrument, mit dem Gefühle und Stimmungen erzeugt und wiedergegeben werden sollen, aber auch immer um das Gefühl beim Spiel des Instruments.


Die Wahl der richtigen Ukulele

Haptik, Optik und Klangbild müssen den Spieler überzeugen und zum Spiel mit genau diesem Instrument einladen.
 
Diese Aspekte lassen sich letztlich ausschließlich beim persönlichen Probespiel ergründen.

 

Fazit – die Ukulele, weit mehr als eine nette Abwechslung

 

Beschäftigt man sich eingehender mit dem Thema Ukulele, wird schnell deutlich, dass es sich bei diesem filigranen und zierlichen Instrument keineswegs um einen Scherzartikel oder ein Spielzeug handelt.
 
Viel mehr hat die Ukulele geschafft, traditionelle, kleinformatige Saiteninstrumente aufzugreifen, weiterzuentwickeln und modern zu interpretieren.
 
Nicht zuletzt die anhaltende Begeisterung vieler Künstler für dieses Instrument zeugt von ihrer Vielseitigkeit und Ausdrucksstärke.
 
Wer sich nun mit dem Wunsch befasst, selbst das Ukulelenspiel zu erlernen, ist in der Lage, sich in der Familie der Ukulelen zu orientieren und mit einigen grundlegenden Überlegungen schnell das für ihn oder sie passende Instrument zu bestimmen.
 
Ukulele mit Freunden